Das Negative in mir

Gestern mal wieder nach langem ins fast schon oldschool wirkende Fernsehprogramm reingezappt und dabei auf die Sendung „Quarks“ gestoßen. Ein Format der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Welches sich zur Aufgabe gemacht hat, wissenschaftliche Dinge für normale Menschen ins Verständliche bzw. Nachvollziehbare umzuwandeln.

Also, mit anderen Worten: komplizierte Dinge einfach erklärt. Wissenschaft für „Dummies“, sozusagen. Wobei ich damit jetzt nicht sagen will, dass alle normalen Menschen dumm sind. Denn das wäre schlichtweg unwahr und falsch. Bevor ich mich jetzt jedoch in allzu kleinteiligen Erörterungen verliere: zurück zum eigentlichen Kontext.

In der Folge mit dem Namen „Bad News: Sehen wir die Welt durch die falsche Brille?“ ging es darum, wie sehr negative Nachrichten unser Leben beeinflussen, und die Tatsache, welche mich am meisten erschreckt hat, dass das menschliche Gehirn evolutionsbedingt sich zu negativen Nachrichten geradezu hingezogen fühlt.

Was wohl auch ein Grund dafür ist (wer hätt’s gedacht), dass Social Media und andere Medien mit negativen Schlagzeilen Klicks und damit Umsatz generieren, der jenseits des negativen Spektrums liegt. Zum Glück habe ich mich zumindest dahingehend schon vor langer Zeit dessen entledigt, unbedingt jeden Tag wissen zu wollen, was so in der Welt los ist.

Ändern kann ich es doch sowieso nicht, und warum sich unnötig mit negativen Dingen auseinandersetzen? Von Social Media, dieser giftgrünen Plörre, will ich an dieser Stelle erst gar nicht anfangen. Dennoch weiß ich und merke es auch selber, dass es um mein positives Denken schon seit einigen Jahren nicht mehr so gut bestellt ist.

Die Ursache hierfür ist jedoch weniger in den gegenwärtigen, scheinbar negativen globalen Ereignissen zu suchen, als vielmehr darin, dass es in meinem persönlichen Umfeld seit Längerem nicht mehr so optimal läuft.

Trotzdem habe ich aus dieser Quarks-Folge etwas für mich Wissenswertes mitgenommen. Nämlich, dass ich mich vielleicht nicht so sehr auf die negativen Dinge konzentrieren sollte, sondern mich mehr mit den positiven Dingen beschäftigen könnte. Auch wenn es eventuell nicht ganz einfach wird, probieren kann man es ja mal.