Die KI-Paranoia

„Das ist doch von KI gemacht worden“ So oder so ähnliche Sätze bekomme ich seit geraumer Zeit des Öfteren zu hören bzw. zu lesen und ich frage mich langsam, ob es sich hier nicht langsam um eine KI-Paranoia handelt, welche da auf uns zurollt. Denn auch Kreativschaffende wie zum Beispiel Musiker oder Spieleentwickler sehen sich immer mehr mit den Vorwürfen konfrontiert, sie hätten KI zur Erschaffung ihrer Werke verwendet.

Mir persönlich erscheinen die Vorwürfe oftmals willkürlich, ohne wirkliche Anhaltspunkte oder gar echte Beweise. Hinzu kommt die, wie ich finde, makabere Doppelmoral. Welche ich auch schon im Beitrag „Die völlig absurde Kritik an DLSS 5“ bemängelte. So scheint es offenbar in Ordnung zu sein, wenn man selber KI in welcher Form auch immer nutzt. Sei es ChatGPT, Gemini oder das millionenfache Anschauen und Liken von KI-generierten Videos auf TikTok oder YouTube.

Wehe aber, andere nutzen KI für ihre Zwecke (wie diese auch immer aussehen mögen), dann ist das ein absolutes No-Go, gar fast schon ein Tabubruch. Fakt ist jedoch: KI ist nicht nur von uns Endverbrauchern bzw. Konsumenten gewollt, sondern auch die nächste technische „Evolutionsstufe“ bzw. Weiterentwicklung, sofern man das so nennen mag. Wenngleich einigen von uns diese Entwicklung eventuell mit Angst erfüllt.