Eigentlich liebe ich ja Sci-Fi‑Fiction und eigentlich gibt es für mich nichts Interessanteres als den unendlichen Weltraum und dessen scheinbar unendlichen Möglichkeiten, alles das zu tun, was man möchte. Jedoch leider nicht im realen Leben, wo wir aktuell das Jahr 2026 schreiben. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als sich nach digitalen Alternativen umzuschauen. Film- und serientechnisch ist man, was das angeht, bei Star Trek oder Star Wars gut aufgehoben. Spieletechnisch hingegen kommt es darauf an, auf welcher Plattform man spielt.
Für mich zum Beispiel als bekennender Xbox-Konsolen-Liebhaber kämen nur Spiele wie Starfield, Star Trek Online oder das mittlerweile für die Konsolen eingestellte Elite Dangerous infrage. Alle haben sie, aber mit eventueller Ausnahme von Starfield, ein Problem: Sie lassen einem nicht mal im Ansatz die Freiheiten, welche einem No Man’s Sky von Anfang an bietet. Das friedliche Erkunden des gesamten jeweiligen Universums ist nur ein Beispiel. Denn leider ist es fast schon zu einer hässlichen Marotte geworden, Weltraumspiele instant zu seelenlosen Ballerspielen zu dekradieren.
An dieser Stelle kommt, wie schon eben erwähnt, No Man’s Sky sprichwörtlich ins Spiel. Denn schon beim Starten kann man sich den Schwierigkeitsgrad mit nur wenigen „Klicks“ so zusammenstellen, wie es einem beliebt, und das alles ganz ohne Nachteile. Natürlich muss man jedoch damit rechnen, dass einem die heimische Raumschiffauswahl, welche zum Verkauf steht, drastisch reduziert ist, wenn man einen Spielstand wählt, in dem es keine „intelligenten“ Lebensformen gibt. Auch storytechnisch wird’s dann schwierig. No Man’s Sky ist ein riesengroßer Weltraumsandkasten, in dem sich jeder nach Belieben austoben kann.
Nur leider, und ich muss hier wirklich von leider reden, hat dieser Weltraumsandkasten ein ganz großes Problem: Er ist zumindest auf der Xbox völlig verbuggt.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich rechne es Hello Games ganz hoch an, dass sie nach dem katastrophalen Launch 2016 ihr „Baby“ haben nicht fallenlassen, sondern bis heute No Man’s Sky mit kostenlosen Content-Updates versorgen. Bewusst darauf verzichten, mehrere Versionen wie Premium und/oder Deluxe von No Man’s Sky anzubieten. Auch Mikrotransaktionen sind nie Thema gewesen. An diesen positiven Tatsachen, könnten sich andere ruhig eine große Scheibe abschneiden und Hello Games hätte zumindest dafür eine Auszeichnung mehr als verdient.
Doch für die unzähligen Bugs, von denen alleine schon einige seit Monaten/Jahren, zumindest in der Xbox-Version, ihre hässliche Fratze zeigen, hat Hello Games keine Auszeichnung verdient. Ein Tadel wäre an dieser Stelle wohl dann eher angebracht. Vielleicht nur so als Vorschlag, liebes Hello Games: Was haltet ihr denn davon, wenn ihr ein Jahr lang, also genau 365 Tage, nur und ausschließlich aggressives Bugfixing betreiben würdet? Ich glaube, das würde allen No Man’s Sky-Spielern sehr gefallen, oder?
