Unfähige Jobcentermitarbeiter

Was bin ich nur froh, seit ein paar Jahrzehnten schon nicht mehr unter der Knute des Jobcenters mein Dasein fristen zu müssen. Leider haben um die 5 Millionen Menschen nicht dieses Glück wie beispielsweise meine Mitbewohnerin.

Jedoch hat sie mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, von dem das Jobcenter eigentlich auch weiß. Problem ist nur, die Jobvermittler wechseln mittlerweile so oft und so schnell, dass einem dabei echt schwindlig werden kann.

Einige hat sie nie zu Gesicht bekommen, geschweige denn kennengelernt. Andere wiederum nehmen es ganz genau und laden recht zügig zu einem Kennenlerntermin ein. Ohne überhaupt zu wissen, ob sie beim nächsten Termin überhaupt noch der zuständige Jobvermittler sein werden. Mit dem In-Erscheinung-Treten von Corona ist man seitens des Jobcenters nun dazu übergegangen, etwaige Termine per Telefon zu absolvieren.

Allerdings, so ist mir zumindest aufgefallen, spielt die Art des Termins keine Rolle, wenn es um die Kompetenz des Jobvermittlers geht. Viele, wenngleich auch nicht alle, wirken nämlich oftmals inkompetent und lassen den Eindruck entstehen, sie seien selbst bis vor kurzem noch „Kunde“ des Jobcenters oder zumindest jobmäßig andersweitig tätig gewesen.

Was nicht weiter schlimm wäre, wenn jene Jobvermittler wenigstens eine anständige Schulung absolviert hätten. In der man zum Beispiel lernt, sich auf einen Termin vorzubereiten, und sich die Akte des zu vermittelnden Jobsuchenden mal genauer zu Gemüte führen würde. Den Schriftverkehr über die Jobcenter-Plattform mit eingeschlossen.

Von alldem hat der jetzige „neue“ Jobvermittler nicht viel gehalten oder es aufgrund mangelnder Schulung schlichtweg nicht gewusst. So rief er zwar pünktlich zum vereinbarten Termin an, ließ sich dann aber sehr viel Zeit, in der Akte meiner Mitbewohnerin herumzuwühlen und sinnlose Fragen zu stellen, deren Antwort in jener Akte zu finden gewesen wäre.

Wenn ich nur daran denke, dass ab Mitte des Jahres das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt werden soll. Was dann wiederum mit einer schärferen Gangart gegenüber Jobsuchenden einhergehen soll, kann ich gar nicht so viel essen, wie ich mir die zugeführte Speise noch mal durch den Kopf lassen muss.

Wie sollen bitte solche inkompetenten und völlig ungeschulten Jobvermittler eine adäquate Betreuung der Jobsuchenden auf die Reihe bekommen?